Medienlandschaft
Die mitteldeutsche Film- und Medienlandschaft konzentrierte sich lange Zeit vorwiegend auf Dresden. Hier war neben der Trickfilmproduktion der staatseigenen DEFA auch ein Teil des Kurzfilmes beheimatet. Hinzu kamen die Vorporduktion für Filme und Serien sowie einige Filmemacher. Nach dem Umbruch 1989 änderte sich die Situation. Verschiedenste Produktionsfirmen siedelten sich nun in den drei neuen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Diese Firmen sind zum einen Neugründungen, zum anderen Töchter von westlichen Produktionsgesellschaften. Auftraggeber für diese Firmen sind meist die Redaktionen des MDR in Dresden, Leipzig, Magdeburg und Erfurt, des Weiteren das ZDF und die privaten deutschen Fernsehanstalten. 1992 wurde der mitteldeutsche Film- und Fernsehrpoduzentenverband (MFFV) gegründet, in dem inzwischen zwanzig Produktionsfirmen Mitglieder sind.
Inhalte
Anliegen des Verbandes ist die gebündelte Interessenvertretung der Programm-Produzenten gegenüber öffentliche-rechtlichen wie privaten Auftraggebern. Des Weiteren soll die Zusammenarbeit bei der Programmentwicklung und Coproduktionen mit den Nachbarstaaten gefördert werden.Einen besonderen Schwerpunkt bildete und bildet die Initiierung und Begleitung der Errichtung einer wirtschaftlich orientierten mitteldeutschen Medienförderung durch die drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auch nach der Einrichtung der Förderung wird die Beobachtung der Praxis dieser Anstalt einen wesentlichen Teil der Verbandsarbeit ausmachen.